Tod und Schreiben

Heute noch nix geschrieben. Lieber hätte ich noch nix gegessen. Ray Bradbury trat jeden Morgen auf eine Landmine, die er selbst war. Schreibend baute er sich wieder zusammen. Seit 2012 ist auch er tot. Jeder stirbt. Banal, aber wahr. Gestern war I’s Beerdigung und er ein klasse Typ. Ich habe ihn sehr gemocht. Auch ich werde sterben. Banal, aber wahr. Was bedeutet das fur mich? Es bedeutet, dass ich das hier nicht ewig machen kann, dass ich Dinge, die mir richtig wichtig sind, machen muss, bevor ich tot bin. Eines davon habe ich schonmal gemacht: Ein Buch schreiben. Weitere sollen folgen.

Das Sterbenmüssen ist ja auch eine Kränkung. Was bringt all mein Engagement, wenn das Leben endlich ist? Es bringt, dass ich mich freue, Pläne habe, auf Situationen reagiere. Seit dem Tod meines Bruders weiß ich unbewusst das Leben zu schätzen, aber nicht, was es heißt, so etwas Schlimmes erlebt zu haben

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