Abendgedanken

Jetzt fühle ich mich müde

und wünsche mir einen,

der mich an die Hand nimmt.

Einen, der ganz groß ist,

größer jedenfalls als ich

oder einen, der ganz klein ist.

Einen, der sich auskennt

und weiß, wo es langgeht

oder einen, der den Weg noch sucht.

Jedenfalls wünsche ich mir einen,

der mir ganz nah ist,

der FÜR MICH DA IST.

Denn ich schaffe es grad nicht.

Ist jemand stark genug mich

auszuhalten? Mein Körpergewicht,

meine Ticks, meine Fragen.

Ich will kein Selbstmitleid vergießen,

das habe ich oft genug getan.

Ich will nur ganz sachlich feststellen:

Ich schaffe es gerade nicht.

Sicher, während ich diese Zeilen schreibe,

könnte ich ganz wundervolle Dinge tun:

Arbeiten, räumen, oder: Lesen.

Oder Aufgaben erledigen. Oder etwas machen.

Etwas Sinnvolles. Gehaltvolles.

Schließlich erhalte ich volles Gehalt.

Da wird MAN doch etwas erwarten dürfen.

Und FRAU doch schließlich auch.

Und ich möchte ja auch gerne.

Aber ich schaffe es gerade nicht.

VIELLEICHT hält mein Bett mich aus

und VIELLEICHT nimmt mein Buch

mich an die Hand.

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